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29Mai

Schwermetalle im Boden?

Wer prüft eigentlich die Bodenbeschaffenheit im Umfeld des Steinkohle-Kraftwerks Moorburg?

Im Umfeld des Kraftwerks Moorburg und größerer Industrie- und Raffinerieareale befinden sich neben Kleingartenanlagen auch zahlreiche Siedlungen, in denen gartennah gewohnt wird. Die Siedlungen entstanden damals mit Selbstversorgergärten. Bis heute bauen die Bewohner dort Gemüse und andere Früchte zum Verzehr an.

Das Kraftwerk Moorburg produziert laut dem aktuellen Eintrag in Wikipedia unter Volllast nicht nur 8,5 Millionen Tonnen CO², sondern auch 7850 Tonnen Schwefeldioxid und Stickoxyde, 785 Tonnen Feinstaub, 3,2 Tonnen Blei, 1,2 Tonnen Quecksilber, 1 Tonne Arsen, 0.6 Tonnen Cadmium und 0,6 Tonnen Nickel.

Es gilt, gesundheitliche Gefahren für die Menschen besonders in Bostelbek, Moorburg und  anderen nah gelegenen Wohngebieten auszuschließen, die eventuell durch den Verzehr selbst angebauter Früchte entstehen. Daher ist es notwendig, regelmäßig Bodenproben, sowie den Schadstoffgehalt der gezogenen Früchte auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit hin zu untersuchen.

Sollten die Früchte, Gemüse oder die aufgefangenen Gießwasser sich nicht für den unbedenklichen Verzehr oder die Bewässerung der Gärten eignen, sind umgehend entsprechende Empfehlungen an die Bevölkerung auszusprechen.

Deswegen stellen wir heute folgenden Antrag in der Bezirksversammlung von Hamburg Harburg zur Abstimmung:

Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, einen zuständigen Vertreter der zuständigen Fachbehörde und nach Möglichkeit auch einen aussagefähigen Mitarbeiter des Kraftwerks Moorburg in eine der nächsten Sitzungen des zuständigen Fachausschusses einzuladen, um über die Möglichkeiten eines verantwortungsvollen Monitorings und der Entnahme und Überprüfung von Boden- und Fruchtproben an verschiedenen, von den o.g. Immissionen betroffenen Orten zu referieren. Sollte ein derartiges Monitoring mit entsprechend belastbaren Umweltdaten bereits existieren oder beauftragt sein, ist auch hierrüber ausführlich zu berichten.

Soweit das Bezirksamt Harburg zum Sachverhalt Angaben machen kann, wird auch die Bezirksverwaltung gebeten, einen Vertreter zur Berichterstattung zu entsenden.

Verfasst am 29.05.2018 um 9:25 Uhr von .
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