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Hamburger Themen & Verkehr » ÖPNV fördern – Jobticket-Vergünstigungen ausweiten
29Dez

ÖPNV fördern – Jobticket-Vergünstigungen ausweiten

Wer den ÖPNV in Hamburg fördern will, der muss ihn attraktiver gestalten. Vor allem finanziell. Warum das Jobticket dabei nur für diejenigen Arbeitnehmer gefördert wird, deren Arbeitgeber mehr als 20 feste Arbeitnehmer haben, das wollten wir gern wissen.

Doch kurz erklärt: Das HVV ProfiTicket (vorher ProfiCard) ist das Jobticket des Hamburger Verkehrsverbundes. Es ist ein vergünstigtes Angebot im Rahmen des HVV-Großkundenabonnements. Dieses Angebot steht bisher Beschäftigten zur Verfügung, deren Arbeitgeber monatlich für mindestens 20 Fahrkarten Fahrgeld an den HVV entrichtet und sich zusätzlich mit einem Fahrgeldzuschuss von derzeit 14,05 Euro je Ticket und Monat beteiligt.

Unternehmen mit weniger als 20 festen Mitarbeitern haben bisher keine Möglichkeit ihren Beschäftigten die Vergünstigungen eines Profi-Tickets zu bieten.

Unsere Idee lautete also im Dezember wie folgt:

Petitum/Beschlussvorschlag:
Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird aufgefordert, sich bei der zuständigen Fachbehörde und beim HVV dafür einzusetzen, dass die Tarifgestaltung bezüglich des Profi-Tickets daraufhin überprüft wird, ob und in welchem Umfang dieses Angebot auf Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern ausgeweitet werden könnte.

Vor ein paar Tagen hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation zu unserem Antrag (Neue Liberale Drs. 20-4225) wie folgt Stellung genommen:

„Fahrkarten im Großkundenabonnement (GKA) des Hamburger Verkehrsverbund (HVV) sind nicht generell günstiger, sondern anders kalkuliert als das Regelabonnement. Bei langen Reisestrecken sind die Preise günstiger, bei kurzen Reisestrecken höher als bei einem Regelabonnement. Bei einem GKA werden außerdem Kostenvorteile, die durch die Wahrnehmung der Vertriebs- und Distributionsaufgaben entstehen, weitergegeben. Diese Vorteile entstehen jedoch erst, wenn die Unternehmen eine Mindestanzahl von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigen.

Vor diesem Hintergrund ist die Ausweitung des GKA für Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht möglich.“

Das ist natürlich eine enttäuschende und wenig zielführende Antwort, bei der es sich die Behörde ein bisschen zu leicht gemacht hat. Was meint Ihr?

 

 

 

Verfasst am 29.12.2018 um 17:15 Uhr von .
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